Blitzschnell hatte Iwan den Koffer wieder zugeschlagen.
Er wollte um alles in der Welt nicht sehen, wieviel kostbare Zeit noch
blieb, bis ihm die Bombe um die Ohren fliegen würde. "Das würde
mich nur nervös machen", fuhr er sein eigenes nachbohrendes Gewissen
an. Stattdessen fragte er sich plötzlich panisch, wie spät es
wohl sei. Schrecklich und wahrhaft verhängnisvoll erschien ihm vor
allem, daß seine Armbanduhr stehengeblieben war.
Iwan wartete erst einige Sekunden, dann Minuten, eine viertel Stunde, eine halbe, eine ganze ... Gleich würden er und der geliebte Koffer gemeinsam explodieren. Als er es aber nach vielen Stunden immer noch leise ticken hörte, drängte es ihn plötzlich zum Handeln. Vielleicht könnte Veronika die Zeitbombe doch noch anhalten. Schließlich war es ja ihre, dachte Iwan und gleich danach, daß das doch wohl nicht gut sein könne. Veronika - eine Bombenlegerin? Oder etwa doch? Auf jeden Fall konnte Veronika die Zeit schon immer gut anhalten, erinnerte sich Iwan und verlor eine weitere halbe Stunde mit müßigen, gründuftenden Erinnerungen. Iwan, jetzt reiß dich mal zusammen! Zwei Fragen sind entscheidend: Wo ist Veronika, und wie kommst du hier raus. Oder ruf endlich die Polizei!