"Jetzt laß mal die Bombe sehen", flüsterte Vladimir Veronika in den feuchten Nacken, weil er dort - unterm schwarzen Haargestrüpp - ein offenes Ohr vermutete. "Is' im Koffer...", murmelte die soeben noch geliebte und jetzt schon wieder abgelegte Frau ins Kopfkissen. Das war auch schon ganz vergilbt. Tja, diese dumpfen Laute konnte Vladimir nicht verstehen? Deshalb rüttelte er jetzt am träge gestrandeten Frauenkörper und brüllte "die Bombe", "die Bombe", solange bis Veronika sich endlich an der fettigen, kalten Wand hochschob und in die Brandlöcher des grünen Sofas starrte. "Das quietscht bereits vom bloßen Hinschauen", hatte Vladimir früher einmal gesagt. Heute war alles so häßlich hier. "Die Bombe...", rief Valdimir erneut. "Im Koffer ist sie, oh gefürchteter King Kong", piepste Veronika und wurde doch augenblicklich bleich bis in die Zehenspitzen. Wo war der Koffer? Hatte sie ihn im Taxi liegenlassen? Veronika machte einen steilen Kopfsprung in ihre Kleider. "Tschüß Vladimir, muß gehen, erklär dir alles später", stieß sie hervor, rammte sich die Tischkante in den Oberschenkel und griff nach einem Glas voll Wodka, während eine Laufmasche ihr Bein hinabrannte. Fast so schnell wie diese sprang jetzt Vladimir hinzu, riß Veronika das Wodka-Glas aus der Hand, weil, wie er sagte, eine Kontaktlinse drin schwimme. "Kontaktlinse?", wiederholte Veronika noch und hastete davon.